Dies ist ein Leserbrief von mir, der im Bund erschienen ist. Leider gibt es keine Onlineversion, deshalb poste ich ihn hier:
Immer wieder ist zu hören, dass ohne eine Senkung des Umwandlungssatzes ein „Rentenloch“ entstehen würde. Weil es immer mehr Alte gäbe, die eine Rente erhielten (sie haben ja auch einbezahlt) und wir alle immer immer älter würden, reiche das Geld für die Pensionskassenrente nicht mehr. Dieses Rentenloch ist aber nichts als billige Panikmache. Es kann nicht durch die höhere Lebenserwartung entstehen. Die Lebenserwartung hat das Parlament nämlich bereits bei der BVG-Revision im Jahr 2003 berücksichtigt und den Umwandlungssatz von 7,2 auf 6,8 Prozent gesenkt. Dass die Lebenserwartung in ein paar Jahren so massiv steigt, kann doch gar nicht sein. Der wahre Grund für die Rentensenkung ist ein anderer: Auf der Website der Zurich-Financial, welche unter anderem im Pensionskassengeschäft aktiv ist, konnte ich von Eigenkapitalrenditen von 10 bis 12 Prozent lesen. Da stimmt doch etwas nicht. Ich will nicht als junger Mensch Pensionskassenbeiträge bezahlen, um im Alter weniger zu erhalten. Mit der Senkung des Umwandlungssatzes stopfen wir kein Rentenloch, sondern finanzieren die Renditen der Versicherungen und die Löhne der Abzocker. Darum sage ich am 7. März als junge Frau überzeugt Nein zum Rentenklau!
Es ist zwar bereits mehr als ein Monat her, seit ich Avatar in 3D in Berlin gesehen habe. Mein erster Eindruck war, dass Avatar einer der besten Filme ist, den ich je gesehen habe. Eine Mischung zwischen Pocahontas im Weltall, eine Kritik an Imperialismus, Kapitalismus, Zweiklassen-Medizin und die Zerstörung unserer Erde und last but not least eine Kritik an unserem Ethnozentrismus.
Aber der Film beschäftigt mich immer noch und ich bin nicht die einzige. Laut DerWesten führt Avatar zu einer regelrechten Depressionswelle. In den USA scheint das „Avatar Depression Syndrome“ bereits weit verbreitet sein. Dies ist für mich ein Beweis, dass auch im Land der Unbegrenzten Möglichkeiten die Leute genug haben. Genug von Kapitalismus, Imperialismus, Zweiklassen-Medizin und der Zerstörung unserer Erde. Von Pandora (der perfekten Welt wo die Nav’i leben) zu träumen oder sogar Selbstmord sind sicher keine Lösung. Wir müssen ändern was uns stört!
Dies ist auch die Schlussfolgerung, die viele ChinesInnen nach dem Kinobesuch ziehen. Deshalb ist Avatar in China nur noch in wenigen 3D-Kinos zu sehen. Der Film erinnert zu viele an ihre Zwangsumsiedelung und Vertreibung von ihrem Boden. Dies zeigt auch der Bericht von kulturplatz des Schweizer Fernsehen.
Ob es Avatar wirklich schafft, nicht nur der erfolgreichste Film aller Zeiten zu sein, sondern Leute in China und im Rest der Welt dazu zu bewegen, etwas verändern zu wollen?
Die Idee ist einfach und bestechend: Landwirtschaftliche Produzentinnen und Produzenten schliessen sich mit städtischen Konsumentinnen und Konsumenten zusammen. Mittels Jahresverträgen verpflichtet sich die Konsumentenseite zur Abnahme der Produkte, die Produzentenseite hat entsprechend eine Abnahmegarantie und trägt ein weniger hohes Risiko.
Davon profitieren beide: Denn die Betriebe erhalten einen fairen Preis für ihre Produkte, die Konsumierenden bekommen im Gegenzug qualitativ hochstehende Ware zu einem guten Preis. Ausserdem ermöglicht die Vertragslandwirtschaft eine vermehrte und konsequente Unterstützung des lokalen Kleingewerbes, einen nachhaltigen und ökologischen Konsum und eine Wiederannäherung von Stadt und Land. “soliTerre: regionale Vertragslandwirtschaft ist die Zukunft” weiterlesen
Gestern im Swisscomshop:
“Ich mache im Herbst ein Auslandsemester. Gibt es eine Möglichkeit bei einem längeren Auslandaufenthalt das Natelabo “einzufrieren”?”
“Nein, nur ein Festnetzanschluss kann “eingefroren” werden. Mobiltelefone nicht, Sie können auf dsa günstigste Abo für 12.- wechseln.”
“Und dann kann ich wieder zurück wechseln?”
“Ah nein, dieses Abo gibt es nur noch für Leute die es bereits haben. Danach müssen Sie 45.- im Monat bezahlen, das sind ja nur 6.- mehr und dafür haben sie doppelt so viele Daten.” “Swisscom und treue Kunden” weiterlesen
Alles ist relativ. Und so sind 11 Grad extrem kalt. In der heimischen Wohnung. Vorallem wenn zudem auch der Boiler nicht geheizt wird und deshalb nicht mal eine warme Dusche möglich ist.
Ich gebe es ja zu, ich hätte mich auch schon gestern darum kümmern können. Aber wenigstens kommt heute jemand es sich anschauen. Hoffentlich gibts bald wieder Warmwasser und eine Wohnungstemperatur bei der ich nicht mit mehreren Strümpfen und Kappe rumlaufen muss. Sonst seh ich bald so aus:
26. Januar 2010 ist das Datum, worauf alle Applefans warten. Okeoke, ich muss zugeben, ich gehöre auch zum Kreise der Infizierten. Ich sehe ja ein, dass Karl Marx recht hatte mit seinem Warenfetischismus… aber ich kanns kaum erwarten…
Eigentlich hatte ich schon vor, mir einen Kindle oder ähnlichen Ebook-Reader anzuschaffen. Aber die Vorstellung eines Ebook-Readers von Apple, der gleichzeitig ein riesiges iPhone ist, tönt doch schon sehr verlockend. Zeitschriften, Bücher und Emails auf einem 10 Zoll Touchscreen lesen, Spiele darauf spielen und mit den Fingern steuern…
Der Cyberspace quillt nur so über von Gerüchten über das möglich iSlate, so soll der Tablet PC heissen, zu deutsch iSchiefertafel. Vom NZZ-Betablog, über heimtechnik.com bis zur eigens eingerichteten iSlate News Blog und nun auch ich, wir helfen alle Apple bei ihrer genialen Marketingstrategie. Apple gibt keine offiziellen Infos, bevor Steve Jobs am 26. die Katze respektive die Platte aus dem Sack lassen wird. Und so bleibt uns allen nur abzuwarten, ob es nun wirklich ein iSlate wird und/oder ein neues iPhone oder sogar ein iPhone nano wird.
Seit einigen Tagen geschieht auf Facebook etwas Komisches. Frauen posten als Statusmeldungen Farben: von rot, über schwarz bis gelb mit lila punkten. Dies sorgt für einige Verwirrung und Irritation insbesondere bei den männlichen Facebookusern. Denn bei den Farben handelt es sich um die Farben des BHs, welche die Frau gerade trägt.
Nach einem genialen Konzert der Cowboys Fringants, einer franko-kanadischen oder besser quebequanischen Band die ich in meinem Austauschjahr kennen und lieben gelernt habe, in Genf und einer kurzen Nacht brauch ich jetzt erst mal ein wenig Schlaf, bevor ich in die Aula zurückkehre.
Hier eine Kostprobe, eines der besten Lieder der Cowboys: Plus rien.
Knapp 80% der Studieren arbeiten neben ihrem Studium (Bundesamt für Statistik, 2005). Die meisten davon sind auf diese Erwerbsarbeit angewiesen, um ihre Lebens- und Studienkosten zu decken. Die Studierenden brauchen somit viel Zeit um Geld zu verdienen – Zeit, die damit für das Studium fehlt. Eine Folge davon ist, dass Studiengänge, die besonders stark strukturiert sind, fast nur denjenigen offen stehen, die von Hause aus über genügend Geld verfügen. So zum Beispiel Medizin, wo es nachweislich weniger erwerbstätige Studierende hat.
Ok, ok, vielleicht war ich einfach zu naiv. Ich ging davon aus, dass wenn ich an eine Plattentaufe von Greis im Dachstock der Reitschule gehe, auch die Vorgruppen ein bestimmtes Niveau aufweisen.
Die Musik und die Texte von Greis sind genial. Jedes Wort ist politisch und tiefgründig. Da erstaunt es mich doch schon sehr, dass eine der Vorgruppen ein sexistisches Lied nach dem anderen zum Besten gibt. Schlimmer noch, die vielen anwesenden Frauen scheinen sich nicht weiter darüber zu stören. Es mag ja vielleicht so sein, dass es (junge) Männer gibt, die so über Frauen reden. Aber ich finde, dass man sich als zunehmend erfolgreicher Musiker seiner Rolle als Vorbild bewusst sein sollte. Deshalb, lieber Greg, sage ich dir mit deinen eigenen Worten: “Privilegie zieh Verantwortig mit! Wähl dini Siite” im Kampf gegen Sexismus!
PS: Das Konzert war einfach nur Hammer!! Und die CD sowieso!!